Warum deckt gelbe Farbe so schlecht?

 

Es liegt an den Pigmenten

Eine Farbe oder ein Lack besteht aus drei Bestandteilen:

  1. Einem Pigment (Es ist ein farbiges Pulver, das der Farbe ihren Farbton gibt)
  2. Einem Bindemittel (Es verklebt die Pigmente zusammen und klebt die Farbe am Untergrund)
  3. Einem Verdünnungs- oder Lösemittel (Damit macht man die Farbe flüssiger, damit man sie überhaupt verstreichen kann. Das Lösemittel verdunstet einfach und ist nach dem Trocknen nicht mehr vorhanden)

Pigmente sind zwar einfach farbige Pulver, aber die Zusammensetzung und die Herstellung der Pigmente sind völlig unterschiedlich. So gibt es Erdpigmente, Mineralpigmente, organische Pigmente usw. Erdpigmente sind sehr günstig, weil es einfach nur verschiedene Sorten Erde sind, die gereinigt und aufbereitet werden. Mineralpigmente sind meist chemisch hergestellte Pigmente, die normalerweise Metallverbindungen sind. Organische Pigmente werden auf unterschiedliche Art und Weise aus organischen Stoffen (d.h. aus Erdölprodukten) hergestellt. Organische Pigmente bestehen herstellungsbedingt aus sehr viel feineren Teilchen. Feinere Teilchen bedeuten unter anderem eine größere Lasurwirkung und schlechtere Deckkraft. Organische Pigmente werden vor allem dann verwendet, wenn sehr farbintensive Farbtöne erreicht werden sollen und keine Mineral- oder Erdpigmente zur Verfügung stehen. Weiterhin verantwortlich für die Deckkraft ist der sogenannte Brechungsindex. Er gibt an, wie stark ein Stoff das Licht brechen kann. Je unterschiedlicher der Brechungsindex zwischen Pigment und Bindemittel ist, umso größer ist die Deckkraft. Ausgerechnet bei gelben Pigmente sind alle Eigenschaften sehr negativ, wodurch die Deckkraft am schlechtesten ist.

Gibt es denn keine gelben Mineralpigmente?

Doch, früher hat man oft das Pigment Chromgelb verwendet. Die Deckkraft ist etwas besser als bei organischen Pigmenten, aber es enthält Blei und ist deshalb giftig. Es darf heute nicht mehr verwendet werden. Zudem ist es nicht sehr beständig gegen Umwelteinflüsse. Cadmiumgelb ist ein Pigment mit hervorragenden Eigenschaften. Es ist ein sehr reines, leuchtendes Pigment mit einer wirklich sehr guten Deckkraft. Allerdings ist es sehr teuer und nicht ganz unbedenklich. An sich ist Cadmiumgelb ungiftig, bei hohen Temperaturen (beim Brand z.B.) entstehen hochgiftige Schwermetall-(Cadmium-)verbindungen. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Cadmiumgelb im Hochbau verboten

Kann man die Deckkraft von organischen Pigmenten verbessern?

Es gibt eine Möglichkeit, die Eigenschaften beim Einsatz von organischen Pigmenten zu verbessern. Dazu mischt man das Pigment entweder mit einem gröberen Pigment oder mit Schwerspat (Bariumsulfat). Schwerspat ist ein Pulver mit fast keiner Deckkraft. Allerdings gibt es dem Pigment bein Vermischen "Körper". Das heißt, die Teilchengröße ist größer. Dadurch wird die Deckfähigkeit etwas besser und der Anstrichfilm ist dicker.

Und wie bekomme ich nun ein deckendes, leuchtendes gelb auf die Wand?

Es gibt eine einfache Arbeitsweise: Streichen Sie die Fläche deckend weiß vor. Wenn die Fläche wirklich deckend weiß ist, können Sie die gelbe Farbe (evtl. zweimal) auftragen. Dadurch wird die Fläche leuchtend und vor allem deckend.

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