Körnung bei Schleifpapier

Definition

Die Angaben der Körnung bezeichnet man auch als sogenannte "Sieblinie". Das sind Bezeichnungen, wie beispielsweise P 100 oder P 40. Diese Zahl, die man als Körnung bezeichnet, ergibt sich durch die Anzahl der Maschen, die sich pro Zoll auf einem Sieb befinden. Die Schleifkörner, die gerade durch ein Sieb passen, werden für das entsprechende Schleifmittel verwendet. So passt ein Schleifmittel mit der Körnung 150 beispielsweise gerade noch einem Sieb mit 150 Maschen pro Zoll.
Daraus ergibt sich auch, dass ein Schleifpapier mit der Körnung P 40 wesentlich gröber ist, als ein Schleifpapier mit der Körnung P 240.

Anwendung

Welches Schleifmittel benötige ich denn nun zu welchem Zweck?
Man kann hier einige Empfehlungen geben:

  • Bis P 80:
    Das Schleifmittel ist sehr grob und wird nur zum Entfernen, beispielsweise von Beschichtungen, Rost usw. verwendet. Zum Zwischen- und Feinschliff bei Lackierungen und sonstigen Anstrichen ist diese Körnung ungeeignet.
  • P 100 bis P150
    Das Schleifmittel ist zum Schleifen von Grundierungen und Lackierungen, sowie zum Zwischenschliff bei mehrschichtigem Lackauftrag geeignet. Das Schleifpapier P 100 kann auch sehr gut zum Schleifen von Holz (immer in Faserrichtung!) verwendet werden.
  • P 180 bis P240
    Das Schleifpapier eignet sich zum Feinschliff bei Lackierungen, wie zum Beispiel bei Türen.
  • Ab P 320
    Die sehr feinen Schleifpapiere sind zum Feinschliff bei hochwertigen Lackierungen vor allem bei Spritzlackierungen (Fahrzeuglackierungen) geeignet. Meist werden hier Nassschleifpapiere verwendet.

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